21.10.2006

Habe gedacht ich werde
nie älter,
hatte immer im Kopf
ich sterbe früh.
Das hat sich in mein
Hirn gebrannt
und alles trieb
mich weiter in den Abgrund.
Habe Jahre vegetiert,
weil ich dachte es
macht keinen Sinn.
Hatte jeden Lebensmut verloren.
Und dann kamst du in
meine Stammdisko.
21.10.2006,
so lange schon her
und doch tief in
mein Herz tattowiert.
Jeder Kuss brennt
heute, wie damals,
auf meinen Lippen.
Doch ich ging,
rief nicht an
und lies dich einfach zurück,
ohne dass du mehr
als meinen Vornamen wusstest.
Jahre später war
der Tag da war,
den ich so lange sah.
Ich konnte nicht mehr,
wollte springen,
nicht mehr hier sein
und gehen,
doch ich kämpfte.
Stand auf und ging.
Doch dieser Tag
kehrte zurück,
alles was mich
in den Abgrund
brachte kam wieder zurück,
trieb mich tief in
mein Labyrinth und
lies mich nicht mehr schlafen.
Plötzlich platztest du wieder
in mein Leben.
Ich stand da,
sah zu dir auf,
hörte dir zu,
erkannte dich nicht.
Doch du warst da und
hast mich festgehalten,
damit ich nicht
in den Abgrund falle.
Ich lies mir helfen
und konnte wieder schlafen.
Dann der Rückfall,
nachdem alles wieder gut war.
Und deine Freunde sagten,
du übertreibst
und du solltest mich
in Ruhe lassen,
bis ich wieder dich will.
Aber ich will dich doch immer,
nur manchmal höre
ich auf dumme Leute,
aber keiner kennt dich wie ich.
Dann dieser Streit,
du solltest dir
deinen Leichtsinn
da hin stecken,
wo die Sonne
nicht scheint.
Ich schwor dich
nie mehr wieder
sehen zu wollen.
Doch irgendwann
ging es nicht
mehr ohne dich
und ich ging
auf dich zu
und seitdem geht
es langsam aufwärts.
Durch dich
bin ich wieder am Leben.
Vertraue dir,
glaube an dich
und brenne für
unsere Sache.
Komm die letzten Meter
schaffen wir auch noch.
Ich träume von nichts
anderem mehr.

Veröffentlicht von Manuela Ludorf

Manuela Ludorf wurde im September 1977 in einem Vorort von Bielefeld geboren. Mit 14 Jahren fing sie an zu schreiben. Sie studierte Informatik an der Universität Bielefeld mit dem zweiten Hauptfach Linguistik. Neben ihrer sehr logisch strukturierten Arbeit als Software-Entwicklerin pflegte sie das Schreiben als Ausgleich. Im November 2012, nach dem Tod ihres Vaters und einer sehr schmerzhaften Trennung, fing sie an ihr erstes Buch zu schreiben. Durch das Schreiben findet sie Zugang zu Gefühlen. Dabei muss es sich nicht zwingend um ihre Gefühle handeln, da sie sich beim Schreiben durch Situationen aus ihrem Leben und Begegnungen mit ihren Mitmenschen inspirieren lässt.

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