Am Ende des Tages

Es gibt Tage,

da scheine ich

als wäre ich

in Ordnung.

Das sind die Tage,

an denen die

Panikanfälle

am größten sind.

Die Panik wieder

um mein Leben

kämpfen zu müssen.

Die Panik,

dass ich das

was ich mir

erarbeitet habe

nicht verdient habe.

Die Panik,

dass er Recht hatte.

Dass ich zu peinlich

und zu laut bin,

zu komisch und das mich

ja keiner mögen kann,

weil ich die falschen

Worte verwende

und Sprichwörter

verwechsle.

Weil ich manchmal so

durcheinander bin,

dass ich Dinge vergesse.

Weil ich so in die Arbeit

vertieft bin,

dass ich nicht merke,

dass ich mit mir selber rede

und dass das die Menschen,

um mich, nervt

und es einfach unerträglich ist.

An manchen Tagen

bringt mich die Worte

in meinem Kopf immer

zum nachdenken.

Dass ich ein

schlechter Mensch bin,

der es nicht Wert ist

geliebt zu werden.

Manchmal gibt es

da Tage,

da muss ich kämpfen,

damit ich nicht ganz

die Kontrolle über

meine Panik verliere.

Aber am Ende

des Tages

weiß ich,

dass sich dieser

Kampf lohnt.

Veröffentlicht von Manuela Ludorf

Manuela Ludorf wurde im September 1977 in einem Vorort von Bielefeld geboren. Mit 14 Jahren fing sie an zu schreiben. Sie studierte Informatik an der Universität Bielefeld mit dem zweiten Hauptfach Linguistik. Neben ihrer sehr logisch strukturierten Arbeit als Software-Entwicklerin pflegte sie das Schreiben als Ausgleich. Im November 2012, nach dem Tod ihres Vaters und einer sehr schmerzhaften Trennung, fing sie an ihr erstes Buch zu schreiben. Durch das Schreiben findet sie Zugang zu Gefühlen. Dabei muss es sich nicht zwingend um ihre Gefühle handeln, da sie sich beim Schreiben durch Situationen aus ihrem Leben und Begegnungen mit ihren Mitmenschen inspirieren lässt.

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