Ganz oder gar nicht

Manchmal träume ich von einer richtigen Familie in der alle akzeptiert werden wie sie sind und sich einfach alle Lieben. Auch an den schlechten Tagen. In der sich keiner anschreit, in der eher lebhaft diskutiert wird, aber man einander respektiert. In der man Sonntag Morgens beim Kaffee sitzt und Zeitung liest, über die vergangene Woche redet, die neue Woche plant, Termine ab gleicht, überlegen wer die Kinder wann wo abholt. Bin ich da zu spät? Ich meine ich bin schon ganz schön alt. Aber irgendwann im Dating Jungel hatte ich den Traum zu den Akten gelegt, mich auf meine Karriere konzentriert und die Liebe aufgegeben. War das richtig, ich weiß es nicht, aber die letzten Beziehungen taten so weh und ich verbog mich. Das will ich nicht mehr. Ich möchte etwas was passt und nicht was was ich passend mache. Ich weiß noch, als ich das zweite Mal Zuhause rausflog, so mit 17 schwor ich mir entweder richtig oder gar nicht. Ich werde nicht eine Familie gründen, weil ich denke das ich das muss, weil es von mir als Frau erwartet wird. So ist das zumindest hier in unserer Familie. Ich werde eine Familie gründen wenn es passt, auch wenn es heißt, dass ich alleine bleibe wenn es doof läuft, aber hey das ist immer noch besser, als jemanden zu lieben, aber mit jemand anders zusammen zu sein, weil das so erwartet wird. Wir haben 2019 lasst uns aufhören uns über Partner und Beziehungen zu definieren. Wir sind soviel mehr.

Veröffentlicht von Manuela Ludorf

Manuela Ludorf wurde im September 1977 in einem Vorort von Bielefeld geboren. Mit 14 Jahren fing sie an zu schreiben. Sie studierte Informatik an der Universität Bielefeld mit dem zweiten Hauptfach Linguistik. Neben ihrer sehr logisch strukturierten Arbeit als Software-Entwicklerin pflegte sie das Schreiben als Ausgleich. Im November 2012, nach dem Tod ihres Vaters und einer sehr schmerzhaften Trennung, fing sie an ihr erstes Buch zu schreiben. Durch das Schreiben findet sie Zugang zu Gefühlen. Dabei muss es sich nicht zwingend um ihre Gefühle handeln, da sie sich beim Schreiben durch Situationen aus ihrem Leben und Begegnungen mit ihren Mitmenschen inspirieren lässt.

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