Meine Stolpersteine

So und da hatte ich am Wochenende einen Riesen Schreck. Freitag Abend fing es an. Ich hatte plötzlich einen Ausschlag im Gesicht. Am Sonntag war es so schlimm, dass ich mir am liebsten das Gesicht aufgekratzt hätte.

Also fuhr ich ins Krankenhaus. Dort sagte man mir, dass ich eine Lebensmittel Allergie hätte und fragten besorgt ob ich auch Atemnot hätte.

Die nächsten zwei Tage waren aufgrund meiner Borderline Störung die Hölle. Mit meiner Neigung zu Panikattacken und zu einer Essstörung, die es bei Borderline umsonst mit dazu gibt, fing ich an mich und meine Nahrungsaufnahme zu kontrollieren. Ich habe kaum was gegessen und in nicht mal zwei Tagen 3 Kilo abgenommen. Jedesmal wenn ich gegessen hatte kam die Angst, dass mein Ausschlag schlimmer wird oder noch was schlimmes passiert. Was natürlich Stress macht und durch den Stress wurde der Ausschlag schlimmer. Das war eine blöde Spirale.

Allerdings hatte ich zum Glück einen Termin bei meinem Hautarzt gemacht und das war mehr als gut. Heute Abend war ich beim Arzt und er sagte, dass es auf keinen Fall eine Nahrungsmittel Allergie ist, sondern eine Kontakt Allergie gegen irgendeine Kosmetik die ich verwende.

Also aufatmen und wieder vernünftig essen.

Aber so einfach wie ich das hier beschreibe ist es nicht. Im Moment bleibt da diese unterschwellige Angst. Einfach Angst vor allem und jedem. Der Ursprung der Angst liegt irgendwo in meinem Alltag. Ein Teil ist eine neue Herausforderung in meinem Leben, das Wechseln des Projektes und die Angst alleine zu sein und es für immer zu bleiben.

Veröffentlicht von Manuela Ludorf

Manuela Ludorf wurde im September 1977 in einem Vorort von Bielefeld geboren. Mit 14 Jahren fing sie an zu schreiben. Sie studierte Informatik an der Universität Bielefeld mit dem zweiten Hauptfach Linguistik. Neben ihrer sehr logisch strukturierten Arbeit als Software-Entwicklerin pflegte sie das Schreiben als Ausgleich. Im November 2012, nach dem Tod ihres Vaters und einer sehr schmerzhaften Trennung, fing sie an ihr erstes Buch zu schreiben. Durch das Schreiben findet sie Zugang zu Gefühlen. Dabei muss es sich nicht zwingend um ihre Gefühle handeln, da sie sich beim Schreiben durch Situationen aus ihrem Leben und Begegnungen mit ihren Mitmenschen inspirieren lässt.

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