Lange Zeit

Versuche mich

zu konzentrieren,

doch die Gedanken

wandern ab zu dir.

Mit dir im Ohr

tanze ich durch den Tag,

gehe meiner Arbeit nach,

fahre Auto

und versuche ein

Teil von dir zu behalten,

dich festzuhalten.

Es ist eindeutig

immer weiter gerade aus,

Stufe für Stufe,

Berg für Berg,

um oben die Aussicht

zu genießen.

Ich sein,

nicht vergessen

wer ich bin

und was mich ausmacht.

Suche mich

immer noch,

hört das

irgendwann auf?

Das Trauma

wird immer kleiner.

Vieles was mich

noch vor Monaten zerbrach,

tut nicht mal mehr weh.

Es ist als wäre

ein Schatten von

meiner Seele gefallen.

Das lässt mich ratlos zurück,

den er war so lange

ein Teil von mir.

Dieser Schmerz

hielt meinen Vater fest.

Ich wollte ihn nicht los lassen,

weil ich dachte ich

hätte es nicht anders verdient.

Ich sah seinen Tod,

eine Stunde bevor

er starb.

Es war mir klar,

aber ich tat nichts.

Ich tat es ab als Spinnerei,

als etwas das nie

geschehen würde

und er starb.

Lange dachte

ich drüber nach

ob es anders gewesen wäre,

wenn ich da schon

um die Stärke

meiner Intuition gewusst hätte.

Was wäre wenn ich

in dem Moment

auf mein Bauchgefühl

gehört hätte.

Aber das bringt keinen weiter.

Und wahrscheinlich

hätte es auch nicht geholfen.

Aber das war lange

ein schwarzer Fleck

auf meiner Seele,

als hätte ich ihn getötet

So fühlte es sich lange an,

und deswegen dachte ich

ich hätte es nicht verdient

glücklich zu sein,

aber das ist jetzt weg

und ich bin einfach glücklich

ich zu sein

und hier zu sein.

Danke, dass du mich

ins Leben zurück geholt hast.

Ich liebe dich 💕

Veröffentlicht von Manuela Ludorf

Manuela Ludorf wurde im September 1977 in einem Vorort von Bielefeld geboren. Mit 14 Jahren fing sie an zu schreiben. Sie studierte Informatik an der Universität Bielefeld mit dem zweiten Hauptfach Linguistik. Neben ihrer sehr logisch strukturierten Arbeit als Software-Entwicklerin pflegte sie das Schreiben als Ausgleich. Im November 2012, nach dem Tod ihres Vaters und einer sehr schmerzhaften Trennung, fing sie an ihr erstes Buch zu schreiben. Durch das Schreiben findet sie Zugang zu Gefühlen. Dabei muss es sich nicht zwingend um ihre Gefühle handeln, da sie sich beim Schreiben durch Situationen aus ihrem Leben und Begegnungen mit ihren Mitmenschen inspirieren lässt.

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