Und dann merke ich

Und immer wieder

merke ich:

Mir fällt es schwer

anderen zu vertrauen.

Klar es wäre das

einfachste

der Welt

einfach über meinen

Schatten zu springen

und zu hoffen,

dass irgendwann

alles gut ist.

Und immer wieder

merke ich:

Mir fällt es

schwer anderen

zu vertrauen.

Ich weiß nicht

ob es je wieder

heile wird.

An manchen Tagen

kann ich alles

vergessen.

An manchen eben nicht.

Klar auch ich habe

Fehler gemacht,

klar ich habe

dich damals

weggeschubst,

klar ich war auch

nicht nett,

klar ich hätte vielleicht

ein wenig entspannter sein sollen.

Klar du hast mein Trauma

nicht verantwortet,

klar er ist dafür verantwortlich,

und für mein Leben bin ich

selber verantwortlich.

Aber hat dir schonmal

jemand die Seele rausgerissen,

dich total zerstört

in der Hoffnung du

bringst dich für ihn um?

Musstest du alles was

dich ausmacht vergessen,

damit du überlebst?

Hast du schonmal mit

dem Messer auf dem Boden

gesessen und hättest ihm beinah

den Triumph und die Macht

über dein Leben gegeben.

Hat jemand schonmal dir das angetan

und an guten Tagen imitiert wie der

Mann deiner Träume zu sein,

wie du zu sein.

Hat er dann als du gegangen bist

die Macht über dich ausgeübt

und das genommen,

was er sich immer nahm,

wenn du nicht gehorcht hast,

nicht so gewesen bist,

wie er es haben wollte?

Deswegen brennt es in mir,

deswegen kann ich das

manchmal nicht.

Heilung ist nicht linear und

mittlerweile liebe ich

mich zu sehr

für vielleichts,

für irgendwann,

das will ich nicht mehr.

Und genau deswegen

bin ich oft so zerrissen.

Veröffentlicht von Manuela Ludorf

Manuela Ludorf wurde im September 1977 in einem Vorort von Bielefeld geboren. Mit 14 Jahren fing sie an zu schreiben. Sie studierte Informatik an der Universität Bielefeld mit dem zweiten Hauptfach Linguistik. Neben ihrer sehr logisch strukturierten Arbeit als Software-Entwicklerin pflegte sie das Schreiben als Ausgleich. Im November 2012, nach dem Tod ihres Vaters und einer sehr schmerzhaften Trennung, fing sie an ihr erstes Buch zu schreiben. Durch das Schreiben findet sie Zugang zu Gefühlen. Dabei muss es sich nicht zwingend um ihre Gefühle handeln, da sie sich beim Schreiben durch Situationen aus ihrem Leben und Begegnungen mit ihren Mitmenschen inspirieren lässt.

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