Verdammt, geh weg, ich liebe dich!

Sorglos denkend,
durch die Zeit treibend,
verstecke ich mich für
das Morgen im Jetzt.
Warte auf den Moment,
auf den Augenblick,
doch wird er kommen?
Ängstlich halte
ich mich an den
guten Erinnerungen
und
dem guten Gefühl fest.
Schwebend falle ich
in die Zukunft.
Lasse mich,
dem Gestern lauschend,
durch das
Jetzt treiben,
warte auf Morgen.
Zweifelnd zweifellos,
denke ich an damals
und versuche
mich zu erinnern
was ich fühlte,
warum ich lief
und nicht anrief.
Ja, ich bin weggelaufen.
Ja, es tut mir leid.
Doch der Moment,
dieser Moment
„Du meldest dich doch?“
mit diesem Unterton,
als wüsstest du
genau das wird
nicht geschehen.
Als wüsstest du,
es wäre da noch
nicht vorgesehen.
Dieser letzte Kuß,
du mit dem Kopf im Nacken
und ich die nicht wusste,
dass du alles bist
was ich will.
Dieser letzte Kuß,
von dem ich nicht wusste
er muss eine Ewigkeit halten.
Raubt mir
im Hier und Jetzt den Atem,
zusammen mit den
neuen Erinnerungen,
haut es mich von den Socken,
prüfe jeden Tag meine Motive,
weil Du eben Du bist
und ich denke,
dass ich spinn,
doch ich fühl was ich fühl,
doch ich will was ich will,
war damals nur zu blind es zu sehen.
Und kann mir gerade
selber nicht glauben,
dass das hier wirklich geschieht.
Du klaust mir den
Boden unter den Füßen,
jeden Tag von neuen,
den du dich in meine Gedanken schleichst.
Jedes deiner Worte,
jede Erinnerung,
jeder Moment,
jeder Augenblick,
lässt mich zittern.
Wenn es mir schlecht ging,
gab es jedesmal
diese kleine Flamme,
dessen Feuer uns gerade verbrennt.
Aber auch da
sah ich es nicht
und nahm es nicht wahr.
Aber so schräg es sich anhört,
du warst trotzdem
irgendwie immer da.
Seit ich dich endlich wahrnahm
weine ich eher vor Rührung
denn vor Schmerz.
Und für all das danke ich dir,
für jedes Wort,
für jeden Funken Hoffnung,
und dass du uns nicht aufgeben hast,
dass du da bist
ohne da zu sein,
dass du mich bewegst,
jeden Tag von Neuen
und ständig
in meinem Weg herumstehst.
Ich möchte dir Danken,
dass du da warst,
als es mir schlecht ging.
Danken,
dass du herumgeschlichen bist
und mir gezeigt hast,
dass es dich wirklich gibt
und dass jeder Gedanke wahr ist.
Ich danke dir für jeden Moment,
für jeden Augenblick,
für alles.
Danke fürs Kämpfen,
danke fürs PF,
danke fürs bamm,
danke fürs Aufpassen
und dass du immer da warst
auf deine kleine,
eigene, verrückte Art,
danke fürs Rennen und Stolpern,
danke, dass du nicht
nur in meinem Kopf bist,
danke fürs von innen stärken.
Danke fürs gegen die Mauer treten.
Danke!!!!
Und wehe du vergisst mich jetzt,
wehe du gehst
und lässt mich
hier jetzt blöd stehen,
denn ich geh hier nicht weg
und warte auf nur ein Wort.
So!!
Bamm!!!
PF!!
Ich liebe dich!

Veröffentlicht von Manuela Ludorf

Manuela Ludorf wurde im September 1977 in einem Vorort von Bielefeld geboren. Mit 14 Jahren fing sie an zu schreiben. Sie studierte Informatik an der Universität Bielefeld mit dem zweiten Hauptfach Linguistik. Neben ihrer sehr logisch strukturierten Arbeit als Software-Entwicklerin pflegte sie das Schreiben als Ausgleich. Im November 2012, nach dem Tod ihres Vaters und einer sehr schmerzhaften Trennung, fing sie an ihr erstes Buch zu schreiben. Durch das Schreiben findet sie Zugang zu Gefühlen. Dabei muss es sich nicht zwingend um ihre Gefühle handeln, da sie sich beim Schreiben durch Situationen aus ihrem Leben und Begegnungen mit ihren Mitmenschen inspirieren lässt.

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