Vergangenes

Verarbeite immer

noch vergangenes,

schreibe,

trage vor,

schreibe,

rede,

bis alles in mir gut ist.

Erinnerungen,

immer mehr Erinnerungen,

aber diesmal gute.

Ein steiniger Strand,

der kleine Junge,

das Zelt.

Jahre später

Du auf dem Stuhl,

die selbe Antwort,

auf den selben Spitznamen.

Zufall?

Fragmente.

Nichtsdestotrotz!

Es fängt an gut zu sein,

doch ist es Arbeit

in mir,

gerade zu rücken,

was verbogen wurde.

Zu vertrauen,

wo ich verletzt und

gedemütigt wurde.

Die Liebe ist schön,

früher war sie das nicht.

Heute schon irgendwie,

doch noch ist es Arbeit in mir.

Vermisse dich,

deine Hände,

deine Schulter,

auf der ich noch nie zur Ruhe kam.

Oder?

Wir bekommen Momente,

Abende,

Nachmittage,

dann muss einer von uns gehen,

nein ich muss dann gehen,

jedesmal.

Wir haben Augenblicke,

einer kostbarer,

als der andere.

Ich hatte so lange ein tiefes Loch

in meiner Seele,

bist du die Antwort

auf diese Frage?

Willst du die Antwort sein?

Heilen kann ich mich selber,

aber Ganz kann ich wohl

nur mit dir sein.

Veröffentlicht von Manuela Ludorf

Manuela Ludorf wurde im September 1977 in einem Vorort von Bielefeld geboren. Mit 14 Jahren fing sie an zu schreiben. Sie studierte Informatik an der Universität Bielefeld mit dem zweiten Hauptfach Linguistik. Neben ihrer sehr logisch strukturierten Arbeit als Software-Entwicklerin pflegte sie das Schreiben als Ausgleich. Im November 2012, nach dem Tod ihres Vaters und einer sehr schmerzhaften Trennung, fing sie an ihr erstes Buch zu schreiben. Durch das Schreiben findet sie Zugang zu Gefühlen. Dabei muss es sich nicht zwingend um ihre Gefühle handeln, da sie sich beim Schreiben durch Situationen aus ihrem Leben und Begegnungen mit ihren Mitmenschen inspirieren lässt.

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