Weiter

Manchmal stehe ich hier

trommel vor Wände,

kann nicht mehr.

Fang an zu weinen

und kann vier Stunden

nicht aufhören.

Bin wütend und möchte

am liebsten alles

in Trümmer hauen,

nie wieder ihre Worte hören,

möchte schreien.

Es gibt Tage da kann

ich nicht mehr,

will keinen sehen

von denen die sich

Familie nennen.

Aber ich gehe weiter,

einfach durch,

tief durchatmen,

weiter.

Hört auf so tun

als wüsstet ihr alles besser,

das hier ist mein Leben

und ich lebe es so

wie ich es für richtig halte.

Meine wahre Familie

seid nicht ihr

sondern die,

die uns besuchen,

um kurz Pause zu machen,

weil der Weg doch zu weit war,

die die sich Zwiebeln leihen

und für einen kurzen

Plausch bleiben.

Die mit uns Kaffee trinken

und uns ständig raus klingeln.

Die zu denen ich immer

spontan kommen kann,

wenn ich mal gerade in der Stadt bin.

Bei denen ich immer

eine offene Tür habe,

die nicht urteilen,

sondern da sind,

die die mir Familie sind.

Veröffentlicht von Manuela Ludorf

Manuela Ludorf wurde im September 1977 in einem Vorort von Bielefeld geboren. Mit 14 Jahren fing sie an zu schreiben. Sie studierte Informatik an der Universität Bielefeld mit dem zweiten Hauptfach Linguistik. Neben ihrer sehr logisch strukturierten Arbeit als Software-Entwicklerin pflegte sie das Schreiben als Ausgleich. Im November 2012, nach dem Tod ihres Vaters und einer sehr schmerzhaften Trennung, fing sie an ihr erstes Buch zu schreiben. Durch das Schreiben findet sie Zugang zu Gefühlen. Dabei muss es sich nicht zwingend um ihre Gefühle handeln, da sie sich beim Schreiben durch Situationen aus ihrem Leben und Begegnungen mit ihren Mitmenschen inspirieren lässt.

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