Wenn du mich lässt

Manchmal vermisse

ich den Teil von mir,

der glaubte,

egal was ist

wir finden schon

zusammen

und du bist da

wenn ich falle.

Ich habe es so geglaubt,

so davon geträumt

und es mir so sehr ausgemalt

und dafür gebrannt.

Gestern war es 6 Jahre her,

dass ich da stand

und mich mit deinen Augen

plötzlich der Blitz traf.

Danach war ich verwirrter

als vorher.

Heute ist es 6 Jahre her,

dass dir das alles

unter die Haut ging,

weil ich viel mehr wusste,

als ich wusste.

Ich versuche immer wieder

aus der ganzen Situation

schlau zu werden.

Herauszufinden was hier

überhaupt noch Sinn macht

und warum wir so sind

wie wir sind

und was wir eigentlich tun.

Manchmal verlässt mich die Kraft.

Das sind die Tage,

die ich hier oben sitze,

in meinem kleinem Zimmer

unter dem Dach,

dir zu höre und weine,

weil mich der Mut verlässt.

Dann erinnere ich mich

an meinen Weg

und wo ich heute und gestern

vor 6 Jahren stand.

Und erkenne wo ich heute stehe

und wieviel klarer vieles ist.

Und dann erkenne ich,

wie sehr ich dich liebe,

und vermisse,

aber auch weiß,

es geht auch ohne dich.

Das war meine Angst,

dass dein Gehen

mich zerbricht,

aber ich erkannte,

das tut es nicht.

Ich wachse sogar dran.

Ich erkenne wie sehr ich

mich verändert habe.

Wie ich deine Fehler sehe

und jeden Fehler liebe.

Wie ich den Mensch

in dir sehe,

der auch nur jemanden

sucht, der ihn akzeptiert,

so wie er ist.

Und wie ich erkenne,

dass ich selbst

deinen Dickschädel

und deine Sturrheit liebe,

einfach dein Ding zu machen.

Wie ich einfach liebe,

was du in mir auslöst

und wie du für mich da bist.

Deswegen ist es soviel leichter

auf dich zuzugehen,

wenn du mich lässt.

Veröffentlicht von Manuela Ludorf

Manuela Ludorf wurde im September 1977 in einem Vorort von Bielefeld geboren. Mit 14 Jahren fing sie an zu schreiben. Sie studierte Informatik an der Universität Bielefeld mit dem zweiten Hauptfach Linguistik. Neben ihrer sehr logisch strukturierten Arbeit als Software-Entwicklerin pflegte sie das Schreiben als Ausgleich. Im November 2012, nach dem Tod ihres Vaters und einer sehr schmerzhaften Trennung, fing sie an ihr erstes Buch zu schreiben. Durch das Schreiben findet sie Zugang zu Gefühlen. Dabei muss es sich nicht zwingend um ihre Gefühle handeln, da sie sich beim Schreiben durch Situationen aus ihrem Leben und Begegnungen mit ihren Mitmenschen inspirieren lässt.

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