Eine kleine Geschichte über Katzen

Als ich neun war bekam ich meine erste Katze. Vielmehr ein Kater, er war schwarz weiß gefleckt und ich nannte ihn Timmy nach dem Hund von den fünf Freunden. Das waren damals meine Lieblingsbücher. Dieser Kater war total wild und unzurechnungsfähig. Ich hatte ihn furchtbar lieb auch wenn ich jedesmal wenn ich ihn streicheln wollte eine gewischt bekommen habe. Einmal hat mir seine Kralle mal quer über das Gesicht gezogen. Meine Eltern und meine Oma hassten diesen Kater. Meine Oma war halbseitig gelähmt und musste auf einem Stock gehen. Irgendwann war sie in den Ferien bei uns zu Besuch und schmorte Kassler in der Pfanne. Sie drehte sich um und wieder zur Pfanne. Saß der Kater neben dem Herd und versuchte gerade das Fleisch aus der Pfanne zu angeln. Meine Oma hat aufgeschrieen, der Kater rannte aus der Küche raus. Sie mit dem Kassler hinterher und dann sah ich nur das Stück Fleisch quer durchs Wohnzimmer durch die Terrassentür fliegen und meine Oma schrie „dann nehm doch das ganze Fleisch du dummer Kater“. Alle hassten ihn, aber ich fand ihn trotzdem toll. Jedes Jahr zu Weihnachten bekam er eine Katzenleberwurst von mir als Geschenk. Meine Eltern fanden es schräg und haben es nicht verstanden. Letztes Jahr bin ich mit meinen zwei Katzen nach Bielefeld zurück gezogen. Meine beide Katzen sind nicht ganz wild, aber sie sind trotzdem bekloppt. Heute musste ich nochmal einkaufen gehen, weil meine Mutter ganz erschrocken war, dass ich die Weihnachtsgeschenke für die Katzen vergessen habe. So dreht sich alles. 😂😂😂

Veröffentlicht von Manuela Ludorf

Manuela Ludorf wurde im September 1977 in einem Vorort von Bielefeld geboren. Mit 14 Jahren fing sie an zu schreiben. Sie studierte Informatik an der Universität Bielefeld mit dem zweiten Hauptfach Linguistik. Neben ihrer sehr logisch strukturierten Arbeit als Software-Entwicklerin pflegte sie das Schreiben als Ausgleich. Im November 2012, nach dem Tod ihres Vaters und einer sehr schmerzhaften Trennung, fing sie an ihr erstes Buch zu schreiben. Durch das Schreiben findet sie Zugang zu Gefühlen. Dabei muss es sich nicht zwingend um ihre Gefühle handeln, da sie sich beim Schreiben durch Situationen aus ihrem Leben und Begegnungen mit ihren Mitmenschen inspirieren lässt.

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