Eine Geschichte über das Altern der Liebe

Mit 17 hatte ich eine Liebelei, er war damals alles was ich wollte. Dann gingen unserer Wege auseinander. Ich hatte meinen ersten Freund und machte mein Abi und sah ihn mal alle Jahre und immer machte es etwas mit mir. Aber er war so sauer auf mich, weil ich nicht drauf wartete bis er mit dem Bund fertig war oder was er auch immer im Kopf hatte. Wir waren nie zusammen, aber anscheinend hatte ich eine Regel gebrochen über die wir nie geredet haben.

Heute habe ich ihn gesehen mit einem Ring am Finger und einen Kind auf dem Dreirad und es hat absolut nix mit mir gemacht. Kein was wäre gewesen wenn, nix.

Und dann habe ich gemerkt, dass mein Herz auf jeden Fall jemanden anderes gehört und das seit Jahren. Ich merke wie ohne dass ich es merkte Wolf eigentlich nur noch jemand ist den ich mal kannte. In der Rückschau merke ich, dass war keine Liebe eher nur verliebt sein. Ich merke das Liebe was anderes ist und ich dieses Gefühl nur bei einem Menschen habe. Der der mir jetzt so wichtig ist. Und Vergangenheit ist eine Reihe von Erinnerungen, die mir Mut machen. Die Vergangenheit ist ein Leitfaden und Erfahrungen. Mein Herz pocht, wenn ich an meinen Chaot denke, wenn ich mich an die letzten 6 Jahre oder 13 Jahre erinnere. Auch an die dunklen Tage, an die an denen er nicht da war, weil auch die haben mich geformt und ich habe verstanden wer ich bin und was mir wichtig ist und das es auch ohne ihn geht, ich das aber gar nicht will. Wobei er auch keine verpasste Chance ist eher so das Gefühl, dass ich nicht weiß wo wir Anfangen, aber das alles gut wird, weil wir uns kennen und das ich einfach glücklich bin, dass es meine Katastrophe gibt und er die Hoffnung zurück bringt.

Ich habe das Gefühl, dass alles gut ist in meinem Leben und ich nichts bereue, weil ich heute hier bin und das tut gut. Ich bin gerne ich und wäre ich dieser Mensch, wenn ich andere Wege gegangen wäre? Denn jede Erinnerung ist ein kostbares Stück Leben. Ich fühl mich frei und willkommen in meinem Leben.

Dann weiß ich dass ich so dankbar bin, dass ich Menschen in meinem inneren Kreis habe, die mir gut tun und mich anfeuern und akzeptieren, wie ich bin oder werde. Danke 🙏🏻 an jeden einzelnen von euch. Ich liebe euch. 💕

Veröffentlicht von Manuela Ludorf

Manuela Ludorf wurde im September 1977 in einem Vorort von Bielefeld geboren. Mit 14 Jahren fing sie an zu schreiben. Sie studierte Informatik an der Universität Bielefeld mit dem zweiten Hauptfach Linguistik. Neben ihrer sehr logisch strukturierten Arbeit als Software-Entwicklerin pflegte sie das Schreiben als Ausgleich. Im November 2012, nach dem Tod ihres Vaters und einer sehr schmerzhaften Trennung, fing sie an ihr erstes Buch zu schreiben. Durch das Schreiben findet sie Zugang zu Gefühlen. Dabei muss es sich nicht zwingend um ihre Gefühle handeln, da sie sich beim Schreiben durch Situationen aus ihrem Leben und Begegnungen mit ihren Mitmenschen inspirieren lässt.

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